Daniel Klösel, Die Reformen der Hochschule als hegemoniales Projekt? Dezember 2005 beschloss der Landtag von Baden-Württemberg mit der schwarz-gelben Landesregierung zum Sommersemester 2007 allgemeine Studiengebühren (500 € pro Semester) einzuführen. Studiengebühren für Ausländer : Kasse statt Klasse. Seit 1970 wurden keine Hörergelder in dieser Form mehr erhoben. In Baden-Württemberg sind die allgemeinen Studiengebühren in Höhe von 500 Euro je Semester zum Sommersemester 2012 abgeschafft worden. dass dadurch Wanderungsbewegungen entstehen, die studiengebührenfreien Hochschulen überlastet, die studiengebührenbehafteten Hochschulen dagegen nicht ausgelastet werden, durch ähnliche Einführung und Erhöhung von. Am 19. Im Wintersemester 2007/2008 studieren rund 32.000 Menschen weniger als im Vorjahreszeitraum. Die Medien sprechen von den heftigsten Studierendenprotesten seit über 15 Jahren. Pro Semester sollen diese in Zukunft 1500 € zahlen. [118] Die daraufhin von den Klägern eingelegte Nichtzulassungsbeschwerde zum Bundesverwaltungsgericht war erfolgreich,[119] die Revisionsklage wurde jedoch am 29. Insgesamt jedoch sind die Studierendenzahlen bundesweit seit der Einführung von Studiengebühren weiter rückläufig. Das bei der Landtagswahl in Niedersachsen 2013 siegreiche Bündnis aus SPD und Bündnis 90/die Grünen unter Führung von Ministerpräsident Stephan Weil hat in den Koalitionsverhandlungen angekündigt, die Studiengebühren nach dem Regierungsantritt abzuschaffen. [93], Die Studiengebühren an den staatlichen Hochschulen in Sachsen sind im Verwaltungskostengesetz und nachrangig in der Sächsischen Hochschulgebührenordnung geregelt. Das Medizinstudium ist für ausländische Bewerber/innen sehr attraktiv: Der Abschluss wird in allen EU-Ländern anerkannt und die Studiengebühren sind sehr gering. Nur die Hälfte zahlen: Neuerung bei den Studiengebühren. [4] Somit werden seit 2014 keine allgemeinen Studiengebühren mehr in Deutschland erhoben. Dadurch waren ca. Ab dem nächsten Wintersemester sollen ausländische Studierende aus Nicht-EU-Ländern in Baden-Württemberg Studiengebühren bezahlen. 1 Satz 2 StBAG NRW dazu, das Kreditausfallrisiko abzusichern, das darin liegt, dass ein Darlehensnehmer sein Studienbeitragsdarlehen nicht oder nicht vollständig zurückzahlt. In der parlamentarischen Aussprache zu dem Gesetz äußerten neben den Oppositionsparteien sowohl der Justiz- als auch der Innensenator erhebliche verfassungsrechtliche Bedenken gegen die Regelung. Nur wenn die Finanzierung gesichert ist kann man überhaupt in Deutschland … Februar 2009, Beschluss des VG Gießen vom 30. [90] Im Gegensatz zu den Langzeitstudiengebühren können Studierende in Rheinland-Pfalz ihr Erststudium nun unabhängig von der Studiendauer ohne Studiengebühren absolvieren. Für diese Reisen sind nochmals Fahrtkosten einzuplanen, die je nach Entfernung einen weiteren großen Betrag darstellen können. Juli 2007. 1 Asylgesetz, die eine Staatsangehörigkeit eines Herkunftslandes besitzen, das vom Bundesamt für Migration und Flüchtlinge auf der Grundlage der Bekanntgabe des Bundesinnenministeriums mit einer Schutzquote von 50 Prozent oder mehr bewertet wurde (derzeit Eritrea und Syrien). Mehr zum Thema. Wer sich dafür interessiert an einer privaten Hochschule zu studieren, sollte jedoch deutlich höhere Studiengebühren einrechnen. Antwort Doch Ausländer, die nicht aus der EU stammen und in Deutschland studieren, haben ohnehin schon sehr hohe Kosten zu tragen. Öffentliche Anhörung zum Studienbeitragsgesetz und zur Finanzautonomie an Hessens Hochschulen, Mündliche Verhandlung in Sachen Studienbeiträge – Anmeldung für interessierte Bürgerinnen und Bürger, Vorlage:Toter Link/www.staatsgerichtshof.hessen.de, Stellungnahme der Landesanwältin bei dem Staatsgerichtshof des Landes Hessen im Normenkontrollverfahren vor dem Staatsgerichtshof vom 19. Die Mitte der 2000er Jahre eingeführten und in den frühen 2010er Jahren in allen Bundesländern wieder abgeschafften allgemeinen Studiengebühren unterlagen in einigen Bundesländern einer Zweckbindung. In der Regel kannst du in Deutschland direkt – sprich: ohne behördliche Genehmigung– studieren. Es folgten ca. Interessant ist dieses Urteil auch in Bezug auf das Numerus-clausus-Urteil des Bundesverfassungsgerichts, denn dieses forderte gerade eine bundeseinheitliche Regelung zur Vergabe von Studienplätzen und Studienorten. Studiengebühren für Nicht-EU-Studenten Hochschulrektor: Weniger Bewerbungen, weniger Qualität. [79] Der Studienbeitrag liegt vorerst bei 500 €. Juni 2008, http://www.studentenpresse.com/apsp/index.php?page=news&show=02293, https://www.focus.de/politik/deutschland/hannover-rot-gruene-starten-koalitionsverhandlungen-in-niedersachsen_aid_910574.html, „Kabinett bringt Gesetz zur Abschaffung der Studiengebühren auf den Weg“, Verwaltungsvorschriften zum StKFG und zur RVO-StKFG, RdErl. Die bei der Landtagswahl in Baden-Württemberg 2011 gewählte grün-rote Landesregierung schaffte die allgemeinen Studiengebühren zum Sommersemester 2012 ab. Der im April 2008 geschäftsführende Ministerpräsident Roland Koch kündigte an, einer solchen möglichen Entscheidung nicht im Wege zu stehen. Aktuell gibt es die allgemeinen Studiengebühren in keinem deutschen Bundesland mehr! Studiengebühren für Nicht-EU-Ausländer sieht Geis hingegen nicht als Gefahr, wenn sie in Maßen eingeführt würden. This category only includes cookies that ensures basic functionalities and security features of the website. März 2007, BT-Drs. Für Studierende, die keine Unionsbürger sind, können Studiengebühren erhoben werden, wenn die Hochschule für diese Gruppe ein Stipendienprogramm anbietet (§ 12 Abs. [43] (was er auch bereits tat. So ist ein Ticket in Berlin teurer als in einer kleineren Stadt. Besonders aktiv gegen Studiengebühren setzte sich der spätere Justizminister Karl-Heinz Koch (Vater von Hessens ehemaligem Ministerpräsidenten Roland Koch) ein, der als Jura-Student im Jahre 1949 die Abschaffung von Unterrichtsgeldern durchgesetzt hatte. Der besagte Artikel geht noch auf die Anfangszeit der Bundesrepublik zurück. März 2007, BT-Drs. [88][89] Unter anderem ist das Modell der Absolventengebühr im Gespräch, in welchem die Gebühren für die einzelnen Semester nach Studienabschluss bei Berufseinstieg fällig werden. 50 € pro Semester sind in den meisten Ländern üblich. Hinzu kommt weiterhin der „Verwaltungskostenbeitrag“ sowie andere von der Hochschule vorgesehene Kosten in Gesamthöhe von bis zu 300,72 € (75 € Verwaltungsgebühren + 48 € Studentenwerk + 10 € AStA-Beitrag + ca. Bildung ist keine Ware - dieser Grundsatz sollte für alle Studierenden gelten, egal, woher sie kommen. https://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Studiengebühren_in_Deutschland&oldid=206570647, Wikipedia:Vorlagenfehler/Vorlage:Webarchiv/Linktext fehlt, Wikipedia:Defekte Weblinks/Ungeprüfte Botmarkierungen 2018-12, Wikipedia:Defekte Weblinks/Ungeprüfte Archivlinks 2019-03, „Creative Commons Attribution/Share Alike“. Während Bayern lediglich ein Anstieg um 2,6 % zu verzeichnen war, begannen in Bremen und Brandenburg 12 % bzw. Einzelne Bundesländer weiten die Spielräume der Hochschulen aus. Warum sollten sie auf Kosten des deutschen Steuerzahlers ausgebildet werden? [113], Dagegen hat das VG Gießen in Hessen ernste Zweifel an der Verfassungsmäßigkeit des Gesetzes geäußert und die Zahlungspflicht vorläufig ausgesetzt. Die Hochschulen konnten die Gebühren auf 1.500 € pro Semester in folgenden Fällen erhöhen: Den Betroffenen sollten Studienkredite in Höhe der Studiengebühren zur Verfügung gestellt werden, welche erst nach Beendigung des Studiums und bei entsprechender Berufstätigkeit zurückgezahlt werden müssen. 7 eine unzumutbare Härte darstellt. [96][97], In Nordrhein-Westfalen ging die Zahl der Studienanfänger mit Einführung der Studiengebühren im Wintersemester 2006/2007 um 6,5 % zurück, obwohl die Zahl der Hochschulzugangsberechtigten um 4,9 % im Jahre 2006 stieg. Zu den Studienbeiträgen kommt seit Sommersemester 2005 ein Verwaltungskostenbeitrag in Höhe von 50 € hinzu. Studenten, für die die Erhebung eines Studienbeitrags auf Grund besonderer Umstände des Einzelfalls auch unter Berücksichtigung der Regelungen in Abs. 16/6018, S. 4 (Vorbemerkung) und S. 6 (zu Nr. SZ: Studiengebühren für Nicht-EU-Ausländer sind gerecht, könnte man sagen. Kommen Studiengebühren in Deutschland zurück? 3 Abs. 1 Bayerisches Hochschulgesetz, Studienbeiträge an bayerischen Fachhochschulen, Studienbeiträge an bayerischen Kunsthochschulen, Studienbeiträge in Bayern (Flyer des Bayerischen Ministeriums für Wissenschaft, Forschung und Kunst), Daten des bayerischen Landeswahlleiters zum Volksbegehren „Nein zu Studienbeiträgen in Bayern“, Meldung der Süddeutschen Zeitung „CSU und FDP einigen sich auf Milliarden-Kompromiss“, UNISPIEGEL – Aktuelle Informationen zur Studiengebührensituation in Bremen, Pressemitteilung des Verwaltungsgerichts Bremen, http://www.ndr.de/regional/hamburg/universitaet151.html, Frankfurter Goethe-Uni kauft ein – FAZ vom 12. Besonders betroffen waren junge Frauen und Menschen aus bildungsfernen Familien.[100][101]. Nachdem die Studiengebühren 2012 von der grün-roten Landesregierung abgeschafft wurden, will Grün-Schwarz sie jetzt wieder einführen – doch nur für Nicht-EU-Ausländer … Diese Gebühr ist von den Hochschulen einzuziehen und an das Land weiterzureichen. Studenten, die ein Kind pflegen und erziehen, das zu Beginn des jeweiligen Semesters das achtzehnte Lebensjahr noch nicht vollendet hat oder behindert ist. Oktober 2007, „Richter schmettern Klage ab“, Spiegel online vom 9. Das Gericht hat die gemeinsame Verhandlung für beide Klagen am 13. Die Einführung wurde im Herbst 2005 durch das Kabinett und im Mai 2006 durch den Bayerischen Landtag mit der CSU-Mehrheit beschlossen. September 2006, LT-Drs. Am 25. Januar 2007: Beschlüsse des VG Gießen vom 30. Im Sommersemester 2007 fanden nur noch wenige Proteste an Hessischen Universitäten statt. Plenarsitzung in Meiningen einen bis heute nicht geänderten Beschluss über die Gebührenfreiheit des Hochschulstudiums („Meininger Beschluss“[104]). Warum sollten sie auf Kosten des deutschen Steuerzahlers ausgebildet werden? Einen Zugang zu einer Hochschule ganz ohne Kosten gab es selbst vor Einführung der allgemeinen Studiengebühren nicht. März 2009, GBl. März 2002 beschloss der Landtag des Saarlandes mit der CDU-Mehrheit die Einführung von Langzeitstudiengebühren ab vier Semestern über Regelstudienzeit in Höhe von 500 Euro zum Sommersemester 2003. 150 € Semesterticket) pro Semester. Oder du stellst einen sogenannten „Härtefallantrag„. Jedes Jahr müssen sie 8640 € aufbringen. Was bedeutet das? Studiengebühren für Ausländer : Auch Bildung hat ihren Preis. Bei diesem Gebühren-Dschungel darfst du eines nicht vergessen – fürs Studieren bekommst du vom Staat wieder Geld zurück! Januar 2012, Verwaltungskostengesetz des Freistaates Sachsen, Volle Unis trotz Studiengebühren, Rhein-Main-net 10. 7,5 %. Möchtest du nur den Studiengang wechseln oder brichst dein Studium ohne Abschluss ab, trifft diese Bezeichnung nicht zu. 1.500 Euro pro Semester werden dann fällig. Erstjahres-Studenten zahlen nur die Hälfte der Studiengebühren - 1.071,- €. 3 SächsHSFG). Wobei alle, die „BildungsinländerInnen“ sind (also das Abitur in Deutschland gemacht haben), nicht betroffen sein sollten. Doch Ausländer, die nicht aus der EU stammen und in Deutschland studieren, haben ohnehin schon sehr hohe Kosten zu tragen. Wann es zu einer Entscheidung kommen wird, steht noch nicht fest.[70]. Das Medizinstudium ist für ausländische Bewerber/innen sehr attraktiv: Der Abschluss wird in allen EU-Ländern anerkannt und die Studiengebühren sind sehr gering. Von Studenten, die weder Bildungsinländer noch Bürger der Schweiz oder eines Mitgliedstaates des EWR waren, konnten zudem erhöhte Sondergebühren, sogenannte Betreuungsentgelte, erhoben werden. 16/6018, S. 4 (Vorbemerkung) und S. 6 (zu Nr. Die allgemeinen Studiengebühren gibt es aktuell in keinem Bundesland mehr. Die regierende CDU versuchte in letzter Lesung die Gebührengegner mit Änderungen des Gesetzentwurfs zufriedenzustellen. Das Seniorenstudium sieht keine Prüfungen oder Abschlüsse vor. Ab dem Sommersemester 1999 wurde in Bayern eine Gebühr von 1000 DM pro Semester für das Zweitstudium erhoben,[29] ab dem Wintersemester 2005/06 kam eine Gebühr in Höhe von 500 € pro Semester für Langzeitstudenten hinzu. Studiengebühren hätten zur Folge, dass die Attraktivität der Hochschulen für ausländische Studierende sinke – und dabei könne Deutschland die motivierten jungen Menschen als spätere Fachkräfte sehr gut gebrauchen.